Zählerkreise

Für Adressen, Belege, CRM und Seriennummern lassen sich individuelle Zählerkreise für die Nummernvergabe initialisieren.

Da die Vorgehensweise in vielen Bereichen nahezu gleich ist, ist die Beschreibung zusammengefasst.

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Wir empfehlen, die Zählerkonfiguration vor dem Start mit VARIO Cloud zu prüfen oder festzulegen. So startest Du direkt mit der gewünschten Zählerlänge und Struktur. Bitte lies die Beschreibung sorgfältig, bevor Du Änderungen vornimmst.

Adressen

In den Adressen kannst Du Zählerkreise für Adressnummern, Kundennummern, FiBu-Kundennummern, Lieferantennummern, FiBu-Lieferantennummern und Vertreter festlegen.

CRM/DMS

In diesem Bereich lassen sich Zähler für Aufgaben, Deals und Projekte einstellen.

Die gleiche Logik gilt auch für Adressen, Belege, Seriennummern und Freie Zählerkreise.

Beispiel

Am Beispiel Aufgaben erklärt sich die Funktionsweise des Dialogs „Zählerkonfiguration“. Mit Anwahl der Aufgaben, öffnet sich der Dialog “Zählerkonfiguration: …”:

Bedeutung der Felder:

    • Vergabeverfahren:

      • Automatisch: Die Zählervergabe erfolgt automatisch, fortlaufend. (Empfohlen)

      • Automatisch aber änderbar: Die Zählervergabe erfolgt automatisch, ist aber änderbar. (nur in Adressen möglich)

      • Freie Eingabe: Die Nummern können frei und alphanumerisch vergeben werden – ohne Längenprüfung. (nur in Adressen möglich)

      • Manuell: Die Nummern können frei und alphanumerisch vergeben werden – mit Längenprüfung. (nur in Adressen möglich)

    • Typ: (nur bei Freien Zählerkreisen)

      • Gepoolte Sequenzen, Nicht gepoolte Sequenzen, Vorgemerkte Sequenzen: Dadurch steuerst Du präzise, wie die IDs erzeugt, verteilt und reserviert werden. Weitere Details findest Du hier.

    • Andere Konfiguration übernehmen:

      • Deals/Projekte/Aufgaben: Wird z.B. in der Zählerkonfiguration “Aufgaben” die Konfiguration von “Deals” ausgewählt, so werden die Zähler für neue Aufgaben und Deals gemeinsam, also fortlaufend nach der in Deals getroffenen Konfiguration vergeben. Ebenso verhält es sich in den Bereichen Adressen und Freie Zählerkreise.

    • Länge: Bedeutet die festgelegte Anzahl an Zeichen. Diese ist von uns bereits vordefiniert, kann aber geändert werden.

    • Präfix: Hier kann eine Vorsilbe z.B. “A” für Aufgaben, “D” für Deals vorne angefügt werden. (Für Belege kann zusätzlich (über das Kontextmenü) ein Platzhalter “Monat” oder “Jahr” ausgewählt werden.) Änderungen am Präfix erzeugen einen Eintrag in der Präfixhistorie.

    • Auffüllzeichen: Je nach erfasster Länge können hier die restlichen Zeichen z.B. “0” als Zeichenfüller festgelegt werden.

    • Initialer Wert: Ab dieser Nummer startet die Zählervergabe. Dieser ist von uns bereits vordefiniert.

Die grafische Vorschau am Ende zeigt direkt, wie sich der Zähler zusammensetzt.

Mit Anwahl des grünen Pfeils wird die Präfixhistorie aller Einstellungen mit der jeweils vergebenen Anzahl (Letzte Sequenz) angezeigt:

Über die Minisymbole Zählerpool sind weitere Details und über den Stift eine neue Initialisierung möglich. In den Zählerpool gelangen z.B. Belegnummern die wieder freigesetzt wurden und damit automatisch neu vergeben werden.

Zähler neu initialisieren

Bevor Du den Wert veränderst, beachte unbedingt den eingeblendeten Hinweis.

Toggle Eindeutigkeitsprüfung

Die Eindeutigkeitsprüfung stellt sicher, dass die jeweilige Nummer beim Speichern eindeutig ist.

Bei Adressnummern ist dieser Schalter immer aktiv und schreibgeschützt.

Er wird nur angezeigt, wenn das Vergabeverfahren auf „automatisch, aber änderbar“ oder „manuelle Vergabe“ eingestellt ist.

Seriennummer

Im Bereich Seriennummer kannst Du einen globalen Zählerkreis für Seriennummern festlegen.

Diese Einstellung greift bei der automatischen Vergabe im Wareneingang oder bei der Bestellung, sofern im Artikel selbst kein eigener Zählerkreis hinterlegt ist.

Freie Zählerkreise

Freie Zählerkreise ermöglichen vollständig individuelle Barcodes für unterschiedliche Anwendungsfälle.

Du kannst sie z. B. für Lagerplätze, Pickwagen, Pickwagenboxen, freie Felder oder Skripte verwenden.

Die Konfiguration erfolgt zentral über Präfixe, Suffixe, Füllzeichen, Längenangaben und einen initialen Startwert.

Typen und Suffix der freien Zählerkreise

  • Gepoolte Sequenzen: Gepoolte Sequenzen stellen einen gemeinsamen Nummernvorrat (“Pool”) bereit, aus dem mehrere Prozesse gleichzeitig Werte ziehen können. Dies verhindert Konflikte, wenn mehrere Benutzer oder Systeme parallel arbeiten. Sobald ein Wert vergeben wurde, ist er global reserviert.

  • Nicht gepoolte Sequenzen: Nicht gepoolte Sequenzen erzeugen fortlaufende Werte innerhalb des hinterlegtem Zählerkreises (Pickwagenboxen, Pickwagen, Lagerplatz-Zählerkreis). Einsatzbeispiel: Für Lagerplätze bei denen verschiedene Bereich getrennte Laufnummern benötigen (z.B. “Regal A” und “Regal B”), ohne sich gegenseitig zu beinflussen.

  • Vorgemerkte Sequenzen: Vorgemerkte Sequenzen reservieren Nummern im Voraus, bevor sie tatsächlich genutzt werden. Diese “Soft-Locks” stellen sicher, dass ein Wert bereitsteht, auch wenn zwischen Reservierung und tatsächlicher Verwendung Zeit vergeht. Das ist besonders wichtig, wenn Prozesse unterbrochen werden könnten. Einsatzbeispiel:Vergabe für Workflows, in denen ein Barcode während eines mehrstufigen Prozesses erst später final genutzt wird – z.B. finale Verwendung erst bei der physischen Etikettierung.

  • Suffix: Dieser Ausdruck fügt dem erzeugten Zählerwert automatisch eine Prüfziffer nach Modulo-10 hinzu. Er nutzt dabei eine interne Ausdrucksfunktion, die den kompletten nummerischen Teil des Zählerkreises nimmt und daraus eine Checkdigit berechnet. Die Funktion “checkDigitMod10” erzeugt eine Prüfziffer ähnlich wie z.B. GTIN/EAN-Codes sie verwenden. Dadurch wird die finale Nummer robuster gegenüber Scannermissverständnissen.

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