Ob produzierendes Gewerbe, Großhandel oder E-Commerce – die Auswahl der richtigen Artikelart ist entscheidend für eine effiziente Lagerführung, korrekte Belegerstellung und eine zuverlässige Buchhaltung. In dieser Anleitung lernst Du die verschiedenen Artikelarten in VARIO Cloud kennen und erfährst, wie Du sie optimal für Dein Unternehmen einsetzt.
Mit der passenden Artikelart sicherst Du Dir eine stabile Grundlage für Deine Geschäftsprozesse – egal ob im stationären Handel, im Onlinevertrieb oder in der projektbasierten Dienstleistung.
In der Artikelverwaltung von VARIO Cloud, können sowohl physische Produkte als auch Dienstleistungen strukturiert abgebildet werden. Dabei ist die Wahl der passenden Artikelart – z.B. bestandsgeführt, bestandslos oder Dienstleistung – die Grundlage für korrekte Prozesse in Einkauf, Verkauf und im Lager.

Die Aktivierung als bestandsgeführter Artikel erfolgt in den Stammdaten durch das Setzen der entsprechenden Artikelart. Eine nachträgliche Umstellung ist nicht möglich.
Bestandsgeführte Artikel sind Artikel, deren Lagerbestand in VARIO Cloud automatisch erfasst, geführt und bewertet wird. Diese Artikelart eignet sich für physische Produkte, die gelagert, verkauft oder produziert werden.
Beim Anlegen eines neuen bestandsgeführten Artikels findest Du das Feld „Gebindeschema“. Dieses Feld ist nur sichtbar, solange Du noch keine Mengeneinheit ausgewählt hast. Hier kannst Du für Deinen neuen Artikel ein Gebindeschema auswählen, das Du zuvor unter Einstellungen/Artikel/Gebinde angelegt hast. Weitere Informationen zur Anlage eines Gebindeschemas findest Du hier.

Nachdem Du ein Gebindeschema für Deinen Artikel ausgewählt hast, erscheint die Option „Basis für Gebinde“. Wenn Du diese aktivierst, erhalten alle zugeordneten Gebinde dieselbe Artikelnummer, jedoch mit unterschiedlichen Mengeneinheiten. Die Mengeneinheit entspricht dabei der Gebindeeinheit aus dem Gebindeschema. Zur Veranschaulichung folgt ein Beispiel.
In den Einstellungen habe wir beispielsweise folgendes Gebindeschema angelegt:

Bei der Neuanlage meines Artikels Wasser haben wir das zuvor angelegte Gebindeschema ausgewählt und die Option „Basis für Gebinde“ aktiviert. Dadurch erhalten alle zugeordneten Gebinde, Kasten und Palette, die gleiche Artikelnummer, jedoch mit den entsprechenden Mengeneinheiten aus dem Gebindeschema.
Im markierten oberen Bereich der Stammdaten werden Dir alle zu diesem Artikel angelegten Gebinde angezeigt. Hier kannst Du zwischen den Stammdaten der einzelnen Gebinde wechseln. Die Mengeneinheit entspricht dabei jeweils dem definierten Gebinde.

Wenn Du die Option „Basis für Gebinde“ nicht aktiviert hast, erhält jedes Gebinde eine eigene Artikelnummer.
Um das Gebindeschema eines Artikels zu ändern, gehe wie folgt vor:
1. Gehe in einem geöffneten Artikel auf das Symbol
unter der Artikelbeschreibung. Es öffnet sich ein Pop-Up-Fenster, in dem die Mengenverhältnisse definiert werden können.

2. Mit der Option “+Mengenverhältnis” kannst Du ein weiteres Mengenverhältnis hinzufügen.

3. Gib die Gebinde- sowie Basiseinheit und der Faktor zu den gewünschten Mengenverhältnissen an.
4. Durch Klicken auf ‘Speichern‘ wird das Gebindeschema für den Artikel übernommen.
Gebinde können zu größeren Gebindeeinheiten zusammengeführt und in kleinere Gebindeeinheiten aufgelöst werden.
1. Wähle im Kontextmenü eines geöffneten Gebindeartikels die Option
.
2. Klicke im Reiter “Lager” auf die Aktion “Gebinde auflösen” oder “Gebinde zusammenführen”.
3. Im neuen Fenster kannst Du unter “Gebinde” das Gebinde auswählen, das Du auflösen oder zusammenführen möchtest, sowie das Lager und die Menge, in der es aufgelöst bzw. zusammengeführt werden soll. Unter “Vorschau” wird Dir das Endergebnis angezeigt.

4. Mit “Gebinde auflösen” bzw. “Gebinde zusammenführen” wird die Aktion abgeschlossen.
Beim Duplizieren eines Gebindeartikels kannst Du auch das Gebindeschema mitkopieren.

Beim Einfügen in einen Beleg können Gebinde mit gleicher Artikelnummer anhand der Mengeneinheit unterschieden werden.

In VARIO Cloud kannst Du Artikel so verwalten, dass ihnen Seriennummern oder Chargennummern zugewiesen werden. Dies ermöglicht eine lückenlose Rückverfolgbarkeit – vom Wareneingang bis zum Verkauf. Die jeweilige Verwaltung erfolgt abhängig vom Serientyp, der einem Artikel zugeordnet ist.
Sobald zu einem Artikel mit aktivem Serientyp (z. B. Seriennummer) bereits Bestände oder Belege erfasst wurden, kann der Serientyp nicht mehr geändert werden.
| Serientyp | Beschreibung |
|---|---|
| Keine Seriennummer | Es wird keine Seriennummer oder Charge verwaltet. |
| Seriennummer | Jeder Bestandsposten erhält eine eindeutige Seriennummer. |
| Doppelte Seriennummer | Zwei Seriennummern je Bestand werden verwaltet. |
| Charge | Artikel werden in Chargen zusammengefasst und gemeinsam gekennzeichnet. |
Dieser Typ ist die Standardeinstellung. Es erfolgt keine serien- oder chargenbezogene Nachverfolgung.
Ein Seriennummernartikel ist ein Artikel, der während der Produktion oder beim Wareneingang mit einer individuellen Seriennummer versehen wird. Jede Seriennummer ist eindeutig und ermöglicht die Nachverfolgung eines bestimmten Exemplars eines Artikels über den gesamten Lebenszyklus hinweg – von der Herstellung über den Verkauf bis hin zur Nutzung oder möglichen Rückgabe. Beispiele: Elektronikgeräte, Fahrzeuge oder hochwertige Maschinen.
Wird dieser Typ aktiviert, musst Du zusätzlich folgende Einstellungen festlegen:
Bei Artikeln mit doppelter Seriennummer werden zwei voneinander unabhängige Seriennummern verwaltet (z. B. IMEI- und Seriennummer bei Mobilgeräten).
Ein Smartphone kann sowohl eine eindeutige Seriennummer als auch eine IMEI-Nummer aufweisen. Beide Nummern sind für die Identifikation wichtig und werden daher separat gespeichert.
Ein Chargenartikel hingegen wird nicht einzeln, sondern in einer Gruppe (Charge) identifiziert. Eine Charge umfasst Artikel, die unter denselben Bedingungen (z. B. Produktion, Lieferant oder Zeitpunkt) hergestellt oder geliefert wurden. Sie ist besonders relevant, wenn Produkte mit spezifischen Eigenschaften oder begrenzter Haltbarkeit nachverfolgt werden müssen. Beispiele: Lebensmittel, oder chemische Produkte.
Ein Lebensmittelhersteller produziert eine Charge Marmeladengläser an einem Tag. Alle Gläser dieser Charge erhalten dieselbe Chargennummer und dasselbe MHD.
Chargennummern sind besonders in Branchen mit Rückverfolgbarkeitsanforderungen (Lebensmittel, Chemie, Pharma) kritisch – Fehlerhafte Zuweisungen können zu Rückrufaktionen führen.
| Option | Beschreibung |
|---|---|
| Manuell | Die Seriennummer muss beim Wareneingang oder Einkauf händisch eingetragen. |
| Automatisch bei Bestellung | Seriennummer wird beim Speichern der Bestellung automatisch vergeben. |
| Automatisch bei Wareneingang | Seriennummer wird beim Wareneingang automatisch vergeben. |
In einigen Branchen – etwa im technischen Großhandel, bei industriellen Ersatzteilen oder auch im Werkzeughandel – liefern Hersteller oder Großhändler Produkte ohne Seriennummern oder Chargeninformationen. Häufig liegt das daran, dass die Artikel entweder keine individuelle Kennzeichnung benötigen oder der Lieferant Seriennummern intern nutzt, aber nicht an den Kunden weitergibt.
Die automatische Nummernvergabe erfolgt standardmäßig über den globalen Zählerkreis, den Du im Menüpunkt Einstellungen/Allgemein/Zählerkreise/Seriennummer konfigurieren kannst.
Wenn Du für einen Artikel einen eigenen Zählerkreis nutzen möchtest, kannst Du diesen direkt im Artikel unter Seriennummern/Chargen definieren.
Aktuell können Seriennummern und Chargen in einem Einkaufsbeleg nur automatisch vergeben werden, wenn der jeweiligen Position ein Lager ohne Lagerplätze zugewiesen ist. Wir arbeiten bereits an der Umsetzung, dass dies auch bei Lagern mit Lagerplätzen möglich sein wird.
| Option | Beschreibung |
|---|---|
| Kein Datum | Seriennummer ist ohne Haltbarkeitsbezug gültig. |
| MHD | Mindesthaltbarkeitsdatum – definiert, bis wann der Artikel problemlos nutzbar ist. |
| Verfallsdatum | Gibt an, bis wann der Artikel verwendet werden darf (z. B. bei Medizinprodukten). |
Das MHD/Verfallsdatum kann bei Wareneingang automatisch berechnet werden – basierend auf der im Artikel hinterlegten Garantiezeit. Dieses Feld findest Du im Reiter Verwaltung der Artikeldetails.
| Merkmal | Seriennummer | Charge |
|---|---|---|
| Verwaltung | Einzeln je Artikelbestand | Gruppenweise für gleiche Artikel |
| Nachverfolgbarkeit | Bis auf Einzelebene | Bis zur Chargenebene |
| Typische Anwendung | Technikprodukte, Fahrzeuge, Maschinen | Lebensmittel, Kosmetik, Chemie |
| Kombination mit Datum | MHD/Verfallsdatum möglich | MHD/Verfallsdatum möglich |
Beim Anlegen eines neuen bestandsgeführten Artikels findest Du das Feld Serientyp. Dieses ist im Standard mit der Option „Keine Seriennummer“ vorbelegt. Hier wählst Du aus, ob der Artikel ohne, mit Seriennummer, doppelter Seriennummer oder mit Charge verwaltet wird.

Nach dem Speichern findest Du im Reiter Stammdaten → Seriennummern/Chargen weitere Einstellmöglichkeiten im Bereich Seriennummern/Chargen:


Wenn alle Pflichtfelder korrekt ausgefüllt sind, kann der Artikel wie gewohnt im Lager geführt und in Belegen verwendet werden.
Hast Du in den Stammdaten des Artikels oder in den globalen Einstellungen die automatische Vergabe der Seriennummer aktiviert, wird anhand den Einstellungen des Zählerkreises eine Seriennummer automatisch vergeben.
Beim Erfassen eines Wareneingangs (z. B. Eingangslieferschein) musst Du für Seriennummernartikel im Reiter Seriennummer der Detailansicht der Belegposition mindestens eine Seriennummer zuweisen:

Für doppelte Seriennummern werden zwei Eingabefelder angezeigt.
Beim Erfassen eines Ausgangsbelegs (z. B. Lieferschein) muss ebenfalls im Reiter Seriennummer der Detailansicht jeweiligen Belegposition eine Seriennummer ausgewählt werden.


Nach erfolgreicher Vergabe werden die Seriennummern im Lager verbucht und sind im Artikel im Reiter Bestände entsprechend reserviert bzw. ausgebucht.
Du hast die Möglichkeit, bereits im Auftrag Seriennummern oder Chargen zu hinterlegen – noch bevor der Auftrag in einen Lieferschein überführt wird. Dadurch werden die zugewiesenen Nummern exklusiv für diesen Auftrag reserviert und stehen in anderen Aufträgen oder Lieferscheinen nicht mehr zur Verfügung.
Unter Einstellungen/Lager/Picklisten im Bereich “Erstellung” findest Du die Option “Für S/N u. Charge mit Verfallsdatum/MHD: älteste S/N o. Charge in Pickliste vorgeben”.
Diese Option sorgt dafür, dass bei der Erstellung von Picklisten automatisch die älteste verfügbare Seriennummer oder Charge mit Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) bzw. Verfallsdatum vorgeschlagen wird. Aktivierst Du die Einstellung, priorisiert VARIO Cloud bei der Zuweisung die Bestände mit dem frühesten Verfallsdatum – unabhängig vom Einlagerungszeitpunkt.
Das ist besonders hilfreich für Waren mit Haltbarkeitsgrenzen (z. B. Lebensmittel, Pharmazeutika), da so automatisch nach dem FIFO-Prinzip (First In – First Out) bzw. FEFO-Prinzip (First Expired – First Out) kommissioniert wird. Damit unterstützt die Funktion eine bessere Lagerumschlaglogik und minimiert das Risiko von Verfall oder Abschreibung.
In der Seriennummernhistorie erhältst Du eine vollständige Übersicht über alle in Deiner Installation erfassten Seriennummern. Du kannst bestehende Einträge korrigieren (z. B. bei Scanner-Fehlern oder falscher MHD-Eingabe) und nachvollziehen, wann und über welche Belege eine Seriennummer/Charge eingelagert oder ausgeliefert wurde.
Mehr zur Bearbeitung und Nachverfolgung von Seriennummern findest Du auf unserer Handbuchseite.
Bestandslose Artikel sind Artikel, die nicht physisch im Lager geführt werden. Sie eignen sich für Produkte, die zwar im System verkauft oder berechnet werden sollen, aber keinen Lagerbestand benötigen.
Ein Händler verkauft individuell konfigurierte Softwarelizenzen als bestandslose Artikel, da keine Lagerführung erforderlich ist.
Ein Verkaufs-Set besteht aus einzelnen Komponenten die immer zusammen verkauft werden.
Ein Verkaufs-Set hat keinen eigenen Bestand, sondern der Bestand eines Verkaufs-Sets wird bestimmt vom Bestand der Komponenten des Verkaufs-Sets.
Einem Jumboartikel müssen auch Komponenten, hinzugefügt werden, ähnlich wie bei eines Verkaufs-Sets. Beim Erfassen eines Jumboartikels in einem Beleg, werden dort aber die einzelnen Komponenten als Positionen aufgelistet und nicht der Jumboartikel selbst. Beim Einfügen in den Beleg wird der Jumboartikel aufgelöst bzw. die enthaltenen Artikel werden statt dem Jumboartikel in den Beleg geladen.
Ein Jumboartikel kann genutzt werden, um mehrere Artikel zusammenzufassen, welche oft zusammen gekauft werden. Zum Beispiel ein Jumboartikel Füllerset – dieser Jumboartikel könnte einen Füller, Tintenpatronen und ein Mäppchen enthalten. Sollte dann eine dieser Komponenten nicht benötigt werden, kann diese nach dem Einfügen des Jumboartikels aus dem Beleg gelöscht werden.
Dienstleistungen sind eine spezielle Form von bestandslosen Artikeln. Sie dienen zur Abbildung von Arbeitszeiten, Beratungsleistungen oder anderen nicht-physischen Leistungen.
Durch die Verwendung der Artikelart „Dienstleistung“ kannst Du Deine Serviceangebote strukturiert erfassen und sauber in Belegen ausweisen.
Ein Kontingentartikel ist ein Produkt oder eine Dienstleistung mit einem festgelegten Nutzungslimit. Das bedeutet, dass der Artikel nur in einer bestimmten Anzahl oder innerhalb eines definierten Zeitraums genutzt oder abgerufen werden kann. Im folgenden Abschnitt erläutern wir Ihnen die Nutzung von Kontingentartikeln in unserer VARIO Cloud anhand des Beispiels unserer Hotlinepunkte.
Hotlinepunkte sind ‘Kontingentartikel’, die abgerechnet werden können. In unserem folgenden Beispiel ruft ein Kunde in unserem Support an und bittet um Unterstützung. Damit die verbrauchten Telefoneinheiten mit zuvor gebuchten Hotlinepunkten automatisiert gegen gerechnet werden können, müssen zunächst ein paar Einstellungen vorgenommen werden, die wir nun gemeinsam Schritt für Schritt durchgehen.
Zunächst erstellst Du einen Artikel mit der Artikelart ‘Kontingentartikel‘, den wir für unser Beispiel ‘Hotlinepunkte’ nennen. Im Bereich ‘Verwaltung’ kannst Du entsprechende Arbeitseinheiten festlegen, die für die Abrechnung verwendet werden. Bei uns entspricht eine Arbeitseinheit von 6 Minuten einem Hotlinepunkt.

Ist dieser Toggle aktiviert, wird beim Erstellen einer Aktivitätsabrechnung ein entsprechender Hinweistext in die Fußzeile der Position eingefügt, sobald das Kontingent des Kunden erschöpft ist und sofern dieser Kontingentartikel einem Dienstleistungsartikel zugeordnet ist.

Mit Aktivierung des Toggles „Verfallsdatum“ bei einem Kontingentartikel wird das Feld Garantiedauer wirksam und es wird automatisch ein Verfallsdatum für jedes verkaufte Kontingent hinterlegt.

Berechnung: Beim Verkauf eines Kontingentartikels wird das Verfallsdatum anhand der im Artikel hinterlegten Garantiedauer berechnet (z. B. „12 Monate“ → Verfallsdatum = Belegdatum + 12 Monate).
Abweichung in Positionen: Wird in einem Vertrag oder Beleg in der Positionszeile eine andere Garantiedauer eingetragen, so gilt diese abweichende Dauer statt der Standarddauer im Artikel.
Automatische Ausbuchung: Abgelaufene Kontingente werden über einen Task automatisch ausgebucht und fließen nicht mehr in die Abrechnung von Dienstleistungskontingenten ein. Zur besseren Nachvollziehbarkeit wird dabei in der Adresse automatisch eine Aktivität erstellt, in der festgehalten ist, welcher Kontingentartikel mit welcher Menge und welchem Verfallsdatum ausgebucht wurde.

Damit der Task zur Ausbuchung abgelaufener Kontingente korrekt arbeiten kann, muss in einer Aktivitätsart unter Einstellungen/CRM/Aktivitäten der Toggle ‘Standard für Kommentare’ aktiviert sein.

Tracking über Adresse: Im Widget „Kontingentartikel“ der jeweiligen Adresse wird nun zusätzlich die Spalte „Verfallsdatum“ angezeigt.
Im nächsten Schritt legst Du einen Artikel mit der Artikelart ‘Dienstleistung‘ an, diesen nennen wir in unserem Beispiel ‘Dienstleistungsartikel Hotline’. Im Anschluss verknüpfst Du diesen mit dem Kontingentartikel, indem Du im dafür vorgesehenen Feld ‘Zugehöriger Kontingentartikel‘ Deinen zuvor erstellten Artikel, in unserem Beispiel ‘Hotlinepunkte’, hinterlegst.

Nun wechselst Du zu den Einstellungen → CRM/Office und öffnest den Reiter ‘Aktivitäten’. Dort legst Du einen neuen Aktivitätstyp an und markierst diesen als ‘Abrechenbar‘:

Im Bereich ‘Mögliche CRM-Typen‘ wählst Du aus, wo dieser Aktivitätstyp verwendet werden kann.

Im nächsten Schritt legst Du im selben Menüpunkt unter Einstellungen → CRM/Office im Reiter ‘Aktivitäten’ eine Aktivitäts-Abrechnungsregel an. Dabei sind die Felder ‘Aktivitätstyp’ und ‘Abrechnungsartikel’ zwingend auszufüllen. Hier wählen wir den Aktivitätstyp ‘Hotline’ sowie den zuvor erstellten Dienstleistungsartikel ‘Hotline’ aus. Optional kannst Du explizite Benutzer oder Benutzergruppen zuweisen, für die dieser Aktivitätstyp bzw. dieser Abrechnungsartikel bei der Abrechnung herangezogen werden soll.

Unser Kunde erwirbt nun Hotlinepunkte. Für jeden Hotlinepunkt haben wir 6 Minuten als Arbeitseinheit festgelegt. Der Kunde kauft in unserem Beispiel 100 Punkte, und wir erstellen eine Verkaufslieferscheinrechnung. In den Positionen führen wir unseren Kontingentartikel ‘Hotlinepunkte’ auf:

Im Dashboard der Adresse kannst Du dir noch das ‘Widget Kontingent’ hinzuzufügen:

Hier erhältst Du einen Gesamtüberblick über das verfügbare und bereits verwendete Kontingent. Da unser Kunde 100 Punkte erworben hat, beträgt das verfügbare Kontingent 100 Punkte, und bisher wurde noch keines verwendet. Dies wird sich jedoch im weiteren Verlauf unseres Beispiels ändern.
Der Kunde kontaktiert unseren Telefonsupport, und wir erfassen eine Aktivität mit einer Dauer von 12 Minuten. Dadurch werden zwei seiner zuvor erworbenen Hotlinepunkte beansprucht.
Hier ist es wichtig das der korrekte Aktivitätstyp ausgewählt wird. In unserem Beispiel den zuvor angelegten Typ ‘Hotline’.

Mit einem Klick auf ‘Speichern’ schließt Du den Vorgang ab. Werfen wir nun einen Blick auf das Kontingent-Widget im Reiter ‘Dashboard’, stellen wir fest, dass sich die Werte verändert haben: Das verwendete Kontingent ist von ‘0’ auf ‘2’ gestiegen, während das verfügbare Kontingent weiterhin bei ‘100’ verbleibt.

Du hast jederzeit die Möglichkeit, deine Aktivität erneut zu bearbeiten und die Dauer anzupassen. Dadurch wird sich das verwendete Kontingent im Widget entsprechend aktualisieren.
Um die Hotlinepunkte abzurechnen, gehst Du wie folgt vor: Öffne den Menüpunkt 750 ‘Abrechnung’ im Reiter CRM/Office. Dort erhältst Du eine Übersicht aller abrechenbaren Aktivitäten und Aufgaben. Nun selektierst Du die gewünschte(n) Aktivität(en) beispielsweise anhand der Nutzung des Suchfilters der Adresse – et voilà, die Abrechnung ist bereit.

Wie Du siehst, finden wir hier schnell die zuvor erfasste 12-minütige Aktivität. Um diese abzurechnen, markiere die Checkbox und klicke anschließend oben rechts auf ‘Abrechnungslauf starten‘.
Selbstverständlich kannst du auch mehrere oder alle Aktivitäten auswählen. Um mehrere abzurechnen, markiere die gewünschten Aktivitäten über die Checkboxen. Für eine Abrechnung aller Aktivitäten im Stapel lässt du alle Checkboxen frei und startest einfach den Abrechnungslauf oben rechts. Im nächsten Schritt werden zusätzliche Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

Wie im vorherigen Hinweis erwähnt, kannst Du je nach Bedarf bestimmte Datensätze in die Abrechnung einbeziehen oder ignorieren. Für unser Beispiel beziehen wir den ausgewählten Datensatz ein, da wir nur diese eine angehakte Aktivität abrechnen möchten. Andernfalls könntest Du diesen Datensatz ignorieren, wenn Du alle Aktivitäten außer den ausgewählten abrechnen möchtest.

Mit einem Klick auf ‘Anlegen’ wird ein Task gestartet. Abhängig von der Anzahl der abzurechnenden Aktivitäten kann dies ein paar Sekunden dauern. Sobald der Task abgeschlossen ist, werden die Aktivitäten aus der Übersicht ausgeblendet, und Du erhältst eine Nachricht
in der Kommunikationszentrale. Diese öffnest Du durch einen Klick auf das Symbol und solltest dann die folgende Nachricht angezeigt bekommen:

Du kannst die erstellte Abrechnung nun direkt aus der Kommunikationszentrale heraus öffnen. Daraufhin erscheint folgendes Fenster.

Mit einem Klick auf die Belegnummer kannst Du den Beleg öffnen oder Dir durch Klicken auf das Augensymbol die Vorschau anzeigen lassen. In der Vorschau hast Du nun die Möglichkeit, den Beleg herunterzuladen, zu drucken oder per E-Mail zu versenden.
Wir öffnen den Beleg und werfen einen Blick auf die Positionen: Der Beleg enthält zwei Positionen – den Dienstleistungsartikel und den Kontingentartikel, die miteinander verrechnet werden. Zusätzlich erhalten wir detaillierte Informationen, wie den Namen des Supportmitarbeiters, der die Hotline-Aktivität erfasst hat, die Aktivitätsdauer und das verbleibende Restkontingent des Kunden.

Schauen wir uns abschließend noch einmal das Kontingent-Widget im Dashboard des Kunden an.

Nun ist das verwendete Kontingent wieder auf ‘0’ gesetzt, während das verfügbare Kontingent vom ursprünglichen Wert ‘100’ auf ’98’ gesunken ist, da wir 2 Punkte abgerechnet haben.
Sollte die Aktivitätsdauer das Restkontingent überschreiten, wird eine zusätzliche Position auf dem Beleg erstellt. Hat der Kunde beispielsweise noch 2 Hotlinepunkte (entspricht 12 Minuten), nutzt aber den Support für 4 Punkte (24 Minuten), erscheint eine dritte Position auf dem Beleg, in der die zusätzlichen 2 Hotlinepunkte über den hinterlegten Dienstleistungsartikel separat aufgeführt und dem Kunden in Rechnung gestellt werden.
Für die Erstellung einer Lieferbedingung ist ein Artikel “Versandkosten” notwendig. Erfasse hierzu im Artikelstamm einen neuen Artikel mit der Artikelbezeichnung und Artikelart “Versandkosten”.

Variantenartikel sind Artikel, die in verschiedenen Ausführungen erhältlich sind – zum Beispiel in unterschiedlichen Farben, Größen oder Materialien. In VARIO Cloud werden Varianten anhand von Attributen wie Farbe, Form, Größe oder Material organisiert. Jedem Attribut sind Attributwerte zugeordnet, etwa Rot, Grün, Gelb für das Attribut Farbe oder S, M, L für das Attribut Größe.
Um Varianten strukturiert zu verwalten, lassen sich Attribute und deren Attributwerte in einem Variantenschema zusammenfassen. Im Variantenhauptartikel können die gewünschten Varianten entsprechend dem zugeordneten Variantenschema über den Variantengenerator angelegt werden. Dabei werden Variantenartikel generiert und automatisch im Artikelstamm angelegt. Beim Erstellen eines Beleges kann zunächst der Variantenhauptartikel ausgewählt werden. Anschließend können im geöffneten Variantengenerator die Mengen der einzelnen Varianten angegeben werden. Die Variantenartikel mit den entsprechenden Mengen werden dann automatisch in den Beleg übernommen. Das spart Zeit.
Solltest Du noch keine Erfahrung mit der Organisation von Variantenartikeln haben, empfehlen wir Dir, diese Beschreibung zunächst zu lesen bevor Du Attribute und Attributwerte erfasst. So können zum Beispiel alle vorkommenden Farben in einem Attribut oder in mehreren Attributen verwaltet werden.
Anhand unserer Beispiele erklären wir Dir das Thema “Variantenartikel” hier Schritt für Schritt:
In den Einstellungen/Artikel werden im Reiter “Varianten” zunächst die Attribute (z.B. Form) über
angelegt. Dabei kann über das + auch direkt eine Übersetzung in gewünschter Sprache erfasst werden.
Übersetzungen in den Attributen und Attributwerten, werden zurzeit noch nicht berücksichtigt. Sie finden später im z.B. Onlineshop ihre Verwendung.

Nach der Anlage ist das Attribut im Datagrid zu finden und kann wie gewohnt zur Bearbeitung ausgewählt werden:

Zu jedem Attribut sind Attributwerte (z.B. Rechteckig, Viereckig) zu erfassen. Diese sind im geöffneten Attribut über
anzulegen. Im Dialogfenster “Attributwert anlegen” kannst Du das Feld “Sortierung” leer lassen. Eine Eingabe ist nur zu empfehlen, wenn Du die Reihenfolge der Attributwerte direkt anstatt später festlegen möchtest. Ansonsten sind hier nur eine Abkürzung und eine Bezeichnung anzugeben. Im Feld “Sprache” wird automatisch die hinterlegte Benutzersprache (Deutsch o. Englisch) vorgeschlagen. Weitere Übersetzungen können direkt über das +-Zeichen oder später mit Auswahl von
angelegt werden. Auch hier gilt: Diese dienen zunächst nur der Vorbereitung.

Die Attributwerte werden unter dem jeweiligen Attribut übersichtlich in einem Datagrid aufgeführt. Über
kann die Reihenfolge verändert werden, die später im Variantenschema und im Variantengenerator greift. Mit Anwahl von
werden die vorhandene Übersetzungen angezeigt.

Um die Varianten strukturiert zu verwalten, lassen sich die Attribute mit ihren Attributwerten in einem Variantenschema verwalten. Diese können neben den Attributen im Reiter “Varianten” angelegt werden. So kann laut unserem Beispiel “Schal” z.B. ein Variantenschema für alle Schals oder jeweils eins getrennt nach einem bestimmten Attribut z.B. Material angelegt werden. Diese Entscheidung hängt von der Anzahl der möglichen Varianten die im Vorfeld getroffen werden sollten ab. Wir erfassen für unseren Schal zwei Variantenschemen, getrennt nach Material (Seide und Baumwolle) um Dir später im Variantenhauptartikel die Unterschiede aufzuzeigen.
Die Variantenschemas können zurück im Reiter “Varianten” über
angelegt werden. Im Feld “Beschreibung” sollte dabei eine eindeutige Beschreibung erfasst werden. Im Feld “Attribute” sind alle gewünschten Attribute aus der Liste auszuwählen. Zu jedem ausgewählten Attribut wird automatisch ein Suchdialog für den entsprechenden Attributwert eingeblendet. Auch hier sind aus der Liste die gewünschten Attributwerte auszuwählen.


An unseren beiden Beispielen ist zu erkennen, dass wir jeweils die selben Attribute aber in einer anderen Reihenfolge (Auswirkung s.u. Variantenartikelgenerator) sowie unterschiedliche Attributwerte zugeordnet haben.
-Wir empfehlen die Zuordnung von 3 Attributen je Variantenschema nicht zu überschreiten, da ansonsten die automatische Variantenartikelanlage über den Variantengenerator nicht möglich ist.
-Zu beachten ist, dass die Variantenschemadefinition (Beschreibung, Attribute) nicht mehr geändert werden kann, sobald Variantenartikel zu dieser Definition existieren. Attributwerte hingegen können weiterhin angepasst werden.
-Wie in vielen VARIO Cloud Listen können auch in diesen Suchlisten mehrere Attribute und Attributwerte mit gedrückter STRG-Taste markiert und per Bestätigungstaste übergeben werden.
In der Artikelverwaltung ist im nächsten Schritt ein Variantenhauptartikel über
anzulegen. Dafür ist im Feld “Artikelart” der Typ “Variantenhauptartikel” auszuwählen und im Feld “Variantenschema” eine Zuordnung zu treffen.


-Aktiviere die Toggle Einkaufs- und/ oder Verkaufsartikel, damit später im Einkaufs- bzw. Verkaufsbeleg über den Variantenhauptartikel das Variantenschema zur Mengeneingabe eingeblendet werden kann.
-Erfasse im Bereich “Preise” die Verkaufspreise
Mit der Generierung der Variantenartikel werden diese Daten dann automatisch übergeben.
Mit der Artikelart “Variantenhauptartikel”…


Variantenartikel werden aus dem Variantenhauptartikel heraus generiert. Dafür ist die Aktion
auszuwählen. Es werden alle Variationsmöglichkeiten entsprechend dem hinterlegten Variantenschema angeboten. Die Attribute und Attributwerte sind dabei der im Variantenschema ausgewählten Reihenfolge angeordnet. Anhand unserer beiden Beispiele lässt sich erkennen, wie die Darstellung entsprechend der Anordnung ausfällt und somit beeinflusst werden kann.
| Anordnung im Variantenschema | Darstellung im Variantenartikelgenerator |
![]() | ![]() |
![]() | ![]() |
Über den Button
werden nach Bestätigung dieses Hinweises
automatisch alle Kombinationen angehakt und erzeugt. Über
werden nur die manuell angehakten Kombinationen erzeugt. Die fehlenden Kombinationen können hierbei zu einem anderen Zeitpunkt ergänzt werden.

Ein kurz eingeblendeter Hinweis zeigt an, dass eine Aufgabe (Task) erstellt wurde und ein weiterer, wenn der Task erfolgreich abgeschlossen wurde
.
Nach der im vorherigen Schritt beschriebenen Erfolgsmeldung, ist in der Kommunikationszentrale (Infoleiste) eine Nachricht zur erfolgten Variantenartikelerstellung zu finden:
. Mit Anwahl des Minisymbol
wird in den Reiter “Varianten” des Variantenhauptartikels verzweigt. Hier sind alle generierten Variantenartikel zu finden.

Mit der automatischen Variantenartikelgenerierung wird für jeden Variantenartikel:


Die Variantenartikel können über den Reiter “Varianten” oder wie gewohnt aus der Artikelverwaltung geöffnet werden.
Wir empfehlen, die Artikelbezeichung der Variantenartikel noch anzupassen, da hier für alle die gleiche Bezeichnung aus dem Variantenhauptartikel übernommen wurde.
Für jeden Variantenartikel ist jetzt wie gewohnt über einen Eingangslieferschein oder eine manuelle Lagerbuchung der Lagerbestand zu buchen.
Wenn Du den Variantenartikelgenerator nicht verwenden möchtest, kannst Du die Zuordnung auch manuell vornehmen. Dazu öffnest Du den Artikel, der eine Variante sein soll und wählst im Feld “Variantenhauptartikel” im Bereich “Variantenartikel” über den Suchdialog den gewünschten Variantenhauptartikel aus. Nach dem Speichern wird dieser Artikel automatisch als Variante im Reiter “Varianten” des Variantenhauptartikels aufgeführt.
Nachdem alle zuvor beschriebenen Schritte durchgeführt wurden, können jetzt im Einkaufs- und Verkaufsbeleg die Mengen für die gewünschten Variantenartikel in einem Vorgang einfach erfasst und generiert werden. Dazu ist im Beleg im Feld der Artikelnummer die des Variantenhauptartikels zu erfassen.

Nach der Auswahl des Variantenhauptartikels öffnet sich wieder ein Generator, aber dieses Mal zur Erfassung der einzelnen Mengen (Variantenartikelmengengenerator).

Nach Eingabe der Mengen und Auswahl von [OK], werden die gewählten Variantenartikel in den Beleg übernommen.

Der Beleg kann jetzt wie gewohnt weiter bearbeitet werden.