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Streckengeschäft

Zuletzt aktualisiert am 5. Mai 2023

Beim sogenannten Streckengeschäft, auch ‘Dropshipping’ genannt, wird ein Artikel nicht aus dem eigenen Lager versendet, sondern wird direkt vom Lieferanten zum Endkunden geliefert.

Voreinstellungen

In der Parameterverwaltung (1.9.1.) im Bereich Fakturierung – Auftragsbearbeitung können Sie die Vorgabe-Auftragsart ‘Streckengeschäft definieren. Dies ist dann sinnvoll, wenn Sie Ihre Aufträge mehrheitlich über das Streckengeschäft abwickeln.

Dies hat den Vorteil, dass Sie diese Aufträge dann später über den Stapel direkt in Streckenbestellungen übernehmen können und im Artikel die Kennzeichnung ‘Strecke’ nur noch optional ist.

Parameter Streckenbestellungen EK Auftragsart

Außerdem können Sie hier bestimmen, wann Ihre Ausgangslieferscheine zu Ihren Streckenaufträgen erzeugt werden sollen und wie die Freigabe der Lieferscheine erfolgen soll:

Manuell
Wählen Sie hier ‘manuell’ aus, wird automatisch kein Lieferschein zum Kundenauftrag erzeugt.

bei Auftragsübernahme in Bestellung
Haben Sie diese Einstellung gewählt, wird direkt bei der Übernahme des Auftrags in eine Streckenbestellung der Lieferschein zum Auftrag erzeugt. Hierbei wird immer der komplette Auftrag in einen Lieferschein übernommen. Bei Teillieferungen ist diese Option nicht zu empfehlen.

bei Eingangs-LS-Buchung
Ist diese Option gewählt, wird der Lieferschein zum Kundenauftrag beim Buchen des Eingangslieferscheins zur Streckenbestellung automatisch angelegt.

Strecke in Bestellung oder EK Fix: EK aus Vorbeleg übernehmen
Ist dieser Haken gesetzt, wird der Einkaufspreis aus dem Auftrag übernommen. Hier ist immer der EK relevant, der unter Fakturierung als verwendeter EK hinterlegt wird. Achtung: In diesem Fall wird nicht der Einkaufspreis, welcher beim Lieferanten hinterlegt ist in der Bestellung eingetragen.

Einstellungen im Artikel

Des Weiteren können Sie den gewünschten Artikel in der Artikelverwaltung im Reiter Stammdaten -> Zusatzinfos als Streckenartikel kennzeichnen. Dort können Sie unter “Lager/Strecke” den Artikel beispielsweise auf “nur Strecke” setzen. Ist diese Einstellung gewählt, wird der Haken für ‘Strecke’ in der Position im Beleg automatisch gesetzt und kann auch nicht vom eigenen Lager aus versendet werden. Bei ‘egal’ oder ‘Lager/Strecke’ ist beides möglich.

Artikelverwaltung - Artikel "nur Strecke"

Belegerstellung

Bei der Anlage eines Auftrags (0200) können Sie direkt auf dem Belegkopf entscheiden, ob es sich um einen Streckenauftrag handelt. Haben Sie beispielsweise nur wenige Streckenaufträge, empfehlen wir, die Vorgabe Auftragsart in den Parametern auf ‘Standard’ zu belassen, und dies dann in den entsprechenden Fällen manuell hier setzen:

Belegeverwaltung - Auftragsart "Streckengeschäft"

Stellen Sie die Auftragsart auf “Streckengeschäft” um, werden alle Positionen, die danach erfasst werden, automatisch mit dem Haken ‘Strecke’ versehen. Wünschen Sie einen Mischauftrag anzulegen, belassen Sie die Auftragsart auf der Standardeinstellung und treffen nur für die jeweilige Position die Entscheidung (Streckenlieferung ist automatisch vorbelegt, wenn der Artikel als ‘nur Strecke’ angelegt ist).

Mischauftrag - Position - Checkbox "Streckenlieferung"

Im nächsten Schritt übernehmen Sie den Auftrag in eine Bestellung.

Auftragsübernahme in Bestellung

Hierbei erscheint ein Fenster, in welchem Sie nochmal Einfluss auf die Bestellart und den Lieferanten nehmen können. Sofern Sie für den Artikel einen Hauptlieferanten hinterlegt haben, wird dieser hier vorausgefüllt. Eine Änderung ist hier jederzeit über die drei Punkte möglich.

Mischauftrag - Übernahme in Bestellung

Bei einer Streckenbestellung wird der EK vom Hauptlieferanten gezogen, der bei diesem Artikel hinterlegt ist. Gibt es keinen Hauptlieferanten oder ist kein EK eingetragen wird der verwendete EK, welcher in der Parameterverwaltung-> Fakturierung hinterlegt ist genommen.

Bei Mischaufträgen sollten Sie für die Positionen die Bestellart korrekt einstellen:

  • Strecke: Der Artikel wird per Strecke bestellt und geliefert.
  • Lager: Der Artikel wird mit Lieferung an das eigene Lager bestellt.
  • nicht bestellen: Der Artikel wird nicht bestellt und kann vom eigenen Lagerbestand geliefert werden.

Das System wird anschließend entsprechend den Bestellbeleg (2200) erstellen. Dieser sollte sicherheitshalber geprüft werden und muss noch gebucht werden.

Des Weiteren wird passend zur Bestellung der Ausgangslieferschein (0300) erzeugt (sofern in den Parametern entsprechend eingestellt). Hier haben Sie die Möglichkeit, sofern es sich um einen Artikel mit einer Seriennummer handelt, diese mit der Tastenkombination „Strg + s“ in der Position anzugeben.

Seriennummern erfassen

Im Bestellbeleg ist die Lieferadresse des Endkunden zu sehen.

Bestellungen verwalten - Adressen

Wenn Sie den Bestellbeleg gebucht haben, können Sie diesen beispielsweise direkt per E-Mail an Ihren Lieferanten schicken. Wenn Sie dies aus der VARIO heraus tätigen, wird automatisch der passende Ausgangslieferschein der E-Mail angehängt (sofern dieser bereits erzeugt wurde).

Bestellung per E-Mail versenden

Abrechnung mit dem Kunden

In der Parameterverwaltung im Bereich Bestellungen gibt es zudem einen Bereich ‘Streckengeschäfte‘ können Sie hinterlegen, wann die Kundenlieferscheine zur Übernahme in eine Rechnung freigegeben werden sollen.

Hier haben Sie die Auswahl zwischen ‘Buchung von Eingangslieferscheinen‘ oder ‘Buchung von Eingangsrechnungen‘. Eine Übernahme eines Streckenlieferscheins ist somit erst möglich, wenn der entsprechende Eingangsbeleg erstellt und gebucht wurde.

Bestellungen Streckengeschäft Parameter

Der Ausgangslieferschein (0300) ist zunächst also noch nicht freigegeben, um diesen in eine Rechnung zu übernehmen. Damit dieser freigegeben wird, müssen Sie die Bestellung (2200) in einen Eingangslieferschein (2300), oder in eine Eingangslieferscheinrechnung (2500) übernehmen, je nach Parametereinstellung. Für das System ist dies das Signal, dass der Lieferant die Ware an den Kunden geliefert hat.

Auftrag muss in Bestellung übernommen werden!

Dieser Ablauf funktioniert nicht, wenn Sie den Auftrag ohne Streckengeschäft (Kennzeichnung im Belegkopf oder Position) anlegen und im Bestellbeleg (2200) die Lieferadresse nachträglich auf die des Endkunden ändern!

Streckenbestellungen im Stapel erzeugen

Im Menüpunkt 4.2.2 – Streckenbestellungen können Sie die Kundenaufträge mit der Auftragsart ‘Streckengeschäft’ im Stapel in Bestellungen übernehmen, sofern diese zur Lieferung freigegeben sind:

Streckenbestellung Stapel Auftrag in Bestellung übernehmen

Hier können Sie nach Belegdatum, Lieferdatum und/oder Lieferant selektieren, auswählen ob die erzeugten Bestellungen auch gedruckt werden sollen, einzelne Aufträge ab- oder auswählen und auch hier noch pro Position abweichende Angaben zur Bestellart oder Lieferantennummer machen, ähnlich der manuellen Übergabe.

Die erzeugten Bestellungen, die über diesen Menüpunkt angelegt werden, werden direkt gebucht.

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